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Am Hexenturm lauert der Slender Man

Dritte Grusel-Lese-Nacht der Bertha-von-Suttner-Schule

Wohlig gruseln lässt es sich in Windeckens winkligen Altstadtgässchen, wenn gespenstisch maskierte Gestalten das Grauen lebendig werden lassen und mit Grabesstimme Geschichten von bösartigen Killerpuppen und blutrünstigen Axtmördern vorlesen. Die Sechstklässler der Bertha-von-Suttner-Schule waren ausgezogen, das Gruseln zu lernen, und ihre älteren Mitschüler gaben sich alle Mühe, dass das Lernziel erreicht wurde. Düstere Klänge drangen aus dem Gebüsch am Nidderufer, wo eine verhüllte Gestalt, von einem spärlich flackernden Feuer nur schwach erhellt, auf einem Baumstumpf kauerte und den Jungen und Mädchen die gar schaurige Geschichte vom Mann mit der Säge erzählte. Als der dann tatsächlich auftauchte, gab es erst ein großes Geschrei und dann befreites Gelächter, hatte die von Musik und Feuerschein erzeugte Atmosphäre doch ihre Wirkung gezeigt und die Gruselschüler in ihren Bann geschlagen. Doch kaum hatten sich die Kinder von ihrem Schreck erholt, gab es schon die nächste Schauergeschichte. In einer verschatteten Ecke hinter der Stiftskirche warteten zwei Schreckgespenster und wussten von den Abgründen zu berichten, die sich hinter manch harmlosem Puppengesicht verbergen können. Derweil spukte im Schlosskeller ein untoter Graf auf der Suche nach seinem Silberbein herum, und am Hexenturm schließlich war die unheimliche Legende vom Slender Man zu hören, der gerne kleine Kinder in seine schlaksigen Arme schließt und dann gemeinsam mit ihnen verschwindet. Klassenweise erreichten die Mädchen und Jungen die verschiedenen Stationen der Rundtour, teilweise von den Eltern begleitet, die an dieser Art der spannenden Unterhaltung mindestens genauso viel Spaß hatten wie ihre Kinder. Erholung und Beruhigung nach all der Aufregung gab es dann nach der Rückkehr der Klassen in der Schule, wo sich die Kinder versammelten und bei Waffeln und heißem Tee noch einmal nachlegten, diesmal mit selbst geschriebenen Horrorgeschichten. Organisiert und betreut wurde der abendliche Gruselspaß bereits im dritten Jahr in Folge von Kerstin Petsch, Lehrerin und Lesebeauftragte der Bertha-von-Suttner-Schule. Da sich derzeit alle Mädchen und Jungen des Jahrgangs Sechs in Vorbereitung auf den bundesweiten Vorlesewettbewerb sehr intensiv mit allerlei Gedrucktem auseinandersetzen, war das Schreiben, Lesen und besonders das Hören spannender Geschichten ein besonderer Anreiz, sich dem Medium Buch zu widmen, das es ja bekanntlich zunehmend schwerer hat, neben den bunt bewegten Computerbildern zu bestehen. Unterstützt wurde Frau Petsch von Schülerinnen und Schülern des zehnten Schuljahrs, die mit viel Theaterblut und in phantasievoller Kostümierung mit sichtlichem Spaß am Kinder Erschrecken den Jüngeren einen schaurig-schönen Abend bereiteten.

S. Falk, 6. November 2012
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