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Suttner-Schüler überbrachten Spende aus Sponsorenlauf

Viele flinke Beine flitzten einen Vormittag lang im weitläufigen Bogen rings um die Bertha-von-Suttner-Schule, jede Runde machte den Spendentopf ein bisschen voller. Am Ende waren es fast 3500 Euro, die die beteiligten Schülerinnen und Schüler von ihren jeweiligen Unterstützern einfordern konnten. Unter dem Motto "Laufen gegen Diskriminierung und für den Schulhof" hatte der Schülervorstand der Gesamtschule im April einen Sponsorenlauf initiiert, an dem sich ein großer Teil der Schülerinnen und Schüler voller Begeisterung beteiligten. Die Hälfte des erlaufenen Geldes soll in die Schulhofverschönerung gesteckt, die andere Hälfte einem guten Zweck gespendet werden, so hatte es die Schülervertretung beschlossen. Weil die Jugendlichen ein Zeichen gegen Diskriminierung und Unterdrückung setzen wollten, konnte sich jetzt das in Hamburg ansässige Café Exil über einen ordentlichen Batzen Spendengeld freuen. Cana Dumursoglu, Schulsprecherin im vergangenen Schuljahr und eine der geistigen Urheberinnen des Laufprojektes, überbrachte das Geld persönlich und nahm die Gelegenheit wahr, mit einem Mitarbeiter ein Interview über Inhalt und Ziele der Einrichtung zu führen:

BVSS: Was ist das Café Exil überhaupt? Café Exil: Wir sind eine unabhängige Beratungsstelle und wurden von mehreren antirassistischen Gruppen im Jahr 1995 gegründet, um der immer stärkeren Diskriminierung von Flüchtlingen, Migrantinnen und Migranten etwas entgegen setzen zu können. Wir leisten Hilfestellung mit Beratung in rechtlichen Fragen, Übersetzungen und durch Behördenbegleitungen.

BVSS: Und wie finanziert sich das Café Exil?
CE: Wir finanzieren uns ausschließlich durch Spenden. Diese kommen meist von Privatpersonen oder wie in eurem Fall von Schulen. Spenden von Parteien oder anderen nicht neutralen Organisationen nehmen wir nicht an. Außerdem arbeiten wir im Café Exil alle ehrenamtlich, es gibt also keine festen Angestellten.

BVSS: Was genau passiert mit den Spenden?
CE: In erster Linie bezahlen wir mit ihnen die Miete, Strom und was sonst noch so anfällt. Außerdem drucken wir Flyer, um über uns zu informieren und auch die Betroffenen zu erreichen. Wir haben einen Kopierer, Computer und ein Telefon mit Flatrate. Diese Geräte können kostenfrei genutzt werden, um z.B. Anrufe bei den Behörden zu tätigen oder um eine Bewerbung für eine Arbeitsstelle zu schreiben. Auch zahlen wir die Fahrkarte zu den Behörden, falls die Menschen, die zu uns kommen, sich diese nicht leisten können.

BVSS: Herzlichen Dank für das Gespräch.


Cana Dumursoglu, S. Falk.
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