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Mit und in der Natur lernen

Suttner-Schule erneut als „Umweltschule“ ausgezeichnet

Ein grünes Klassenzimmer mit bunten Wiesenblumen, einem kleinen Kartoffelfeld, Beerensträuchern, Staudenbeeten, Küchenkräutern und einer Liegewiese unter Obstbäumen ist in den vergangenen Monaten im hinteren Bereich des Schulgeländes der Nidderauer Gesamtschule gewachsen. Entstehung und Pflege dieses Gartens nebst angrenzendem Schulteich, die Wartung des selbst gebauten Insektenhotels, die Betreuung der schuleigenen Streuobstwiesen sowie die Verarbeitung der Ernte war und ist vor allem Aufgabe der Schülerinnen und Schüler der Wahlpflichtkurse „Umweltlernen“ der Jahrgänge 7, 9 und 10, unterstützt von den Profilklassen „Naturwissenschaften“ aus dem 5. und 6. Jahrgang. Weil damit auf vielfältige Weise der Umweltgedanke im Unterricht überzeugend mit Leben gefüllt wird, gab es jetzt Lob und Anerkennung aus dem Hessischen Kultusministerium. Erneut wurde die Bertha-von-Suttner-Schule als eine von 87 Schulen aus Mittel- und Südhessen im Rahmen einer Feierstunde von Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich als „Umweltschule“ ausgezeichnet. „Die Schülerinnen und Schüler haben auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll gezeigt, dass sie ihre Schule nicht nur als Ort der Wissensvermittlung ansehen, sondern als eine Möglichkeit nutzen, ihr Lebensumfeld nachhaltig mit zu gestalten und Verantwortung zu übernehmen“, so Umweltministerin Puttrich. Gemeinsam mit Kultusministerin Nicola Beer übergab sie die Auszeichnung im Frankfurter Palmengarten, wo sich die Vertreterinnen und Vertretern der zertifizierten Schulen mit ihren Projekten präsentierten. Das Projekt „Umweltschule – Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ ist eine gemeinsame Initiative des hessischen Kultusministeriums und des Umweltministeriums. Ausgezeichnet werden Schulen für ihr besonderes Engagement im Bereich Umwelterziehung und ökologische Bildung. Über 160 Schulen nehmen inzwischen an der Ausschreibung zur „Umweltschule“ teil. Gewürdigt wird die Verbesserung der Qualität von Unterricht und Schulleben im Sinne der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. In diesem Prozess werden die Schulen vom Beratungsnetzwerk der hessischen Umweltbildungszentren und einer zentralen Landeskoordination unterstützt. So wird die Arbeit der Umweltkurse an der Bertha-von-Suttner-Schule vom Hanauer Umweltzentrum „Kinzigaue“ begleitet. Die Ausschreibung „Umweltschule“ gibt es in Hessen seit vierzehn Jahren. Seit 2011 werden die Auszeichnungsveranstaltungen im jährlichen Wechsel zwischen südhessischen und nordhessischen Schulen durchgeführt. Das Zertifikat gilt dann auch für zwei Jahre und schließt den Auftrag ein, die begonnene Projektarbeit fortzusetzen und weiter zu entwickeln. Das hessische Umweltschulprogramm ist als offizielle Maßnahme in den Maßnahmenkatalog des Nationalen Aktionsplans zur UN-Dekade „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung aufgenommen worden. „Wir wollen erreichen, dass nachhaltiges Leben, Handeln und Wirtschaften in den Köpfen der Menschen verankert werden. Die Umweltschule leistet hierzu einen wichtigen Beitrag“, so Puttrich in ihrer Festrede. Für die Nidderauer Schülerinnen und Schüler der Wahlpflichtkurse „Umweltlernen“ unter der Leitung ihrer Lehrkräfte Martin Suchatzki und Karin Braun bedeutet die Auszeichnung nicht nur eine Anerkennung ihrer bisherigen Bemühungen, sondern ist auch ein Ansporn, sich mit ungebrochener Energie den geplanten Projekten zu widmen. Ganz oben auf der Aufgabenliste steht derzeit naturgemäß der Ernteeinsatz im Garten mit anschließender Produktion und Vermarktung von Most und leckerer Marmelade. Und wenn im Winter die Arbeit im Garten ruht, arbeiten die Jugendlichen an der Entwicklung und Einführung eines praktikablen Konzepts zur Mülltrennung, das von allen Schülern angenommen und angewendet wird. Gut für Frost- und Regentage eignet sich auch die Nachberbeitung des „Familie-Storch-Projekts“: Nachdem im Frühjahr oberhalb des Storchennestes auf dem Abluftschornstein der Schulturnhalle eine Webcam installiert wurde, gab es in der Schule Live-Mitschnitte von Brut und Aufzucht des Storchenkindes zu sehen. Das dabei entstandene umfangreiche Filmmaterial muss nun gesichtet, sortiert, dokumentiert und zur Präsentation vorbereitet werden.

S. Falk, 16. September 2013
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