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Schreckgespenst im Schlosskeller

Vierte Grusel-Lese-Nacht der Bertha-von-Suttner-Schule

Warum musste Blake Forrest auf so grausame Weise sterben? Was ist mit dem armen Tom im Keller von Schloss Naumburg passiert? Und wieso hört man manchmal im Gewölbe des Windecker Schlosskellers in mondlosen Nächten das herzzerreißende Klagen eines jungen Mädchens? Schaurigschöne Geschichten waren es, die die Sechstklässler der Bertha-von-Suttner-Schule auf ihrem Rundgang von der Schule, am Bachufer entlang und durch Windeckens winklige Altstadtgässchen zu hören bekamen. An einem dunklen und nassen Novemberabend waren die Mädchen und Jungen ausgezogen, das Gruseln zu lernen, und ihre Mitschüler aus der zehnten Klasse hatten sich einiges einfallen lassen, um den Jüngeren einen gehörigen Schrecken einzujagen. Von Fackeln und Kerzen gespenstisch in Szene gesetzt, lockte schon am Start des Rundwegs eine lebendig gewordene Horrorgestalt wie ein Sendbote aus einer anderen Welt die Grusellehrlinge in die Hütte des Schulgartens und erzählte ihnen mit heiserem Flüstern und einem fremdartigen Akzent vom schrecklichen Schicksal des kleinen Tom, der nie wieder gesehen wurde, nachdem er über die verfallene Mauer von Schloss Naumburg gestiegen war. So aufs Schauerlichste eingestimmt, mussten die Schüler bei der nächsten Station im Gebüsch am Bachlauf schon wieder um das Leben eines Jungen bangen: Sven hieß das Opfer, das ein blutrünstiger Metzger zu einem Kunstwerk aus Leichenteilen verarbeiten wollte. Wenn der Knabe dank seiner Geschicklichkeit und seines Einfallsreichtums auch zunächst entkommen konnte, gab es jedoch wieder kein Happyend: Zuhause erwartete ihn bereits eine teuflische Botschaft seines Peinigers, die auf eine Fortsetzung des Horrors schließen ließ. Nichts für schwache Nerven waren auch die „Hunde des Geistes“, mit denen die Kinder in der Stadtbücherei Bekanntschaft machten: Ein fieser Raststättenbesitzer verfüttert seine Gäste an seine Dobermänner, die daraufhin die Fähigkeiten und Vorlieben ihrer „Mahlzeiten“ annehmen. Dumm nur, dass der letzte Gast am Highway ein Mörder war – logisch, dass Herrchen nun selber dran glauben muss… . Mit Besucherinnen aus der Geisterwelt bekamen es die Sechstklässler an den letzten beiden Stationen zu tun. Bleich und hohläugig trieb im Weinhaus am Markt eine Ermordete ihr Unwesen, und im Schlosskeller wurde ein junges Mädchen von der eigenen Schwester um ihr rechtmäßiges Erbe betrogen, was natürlich nicht ungesühnt bleiben konnte. Klassenweise erreichten die Mädchen und Jungen die verschiedenen Stationen der Rundtour, teilweise von den Eltern begleitet, die an dieser Art der spannenden Unterhaltung auch ihren Spaß hatten. Um den Adrenalinspiegel nach all der Aufregung wieder auf ein erträgliches Maß zu senken, versammelten sich die Kinder anschließend in ihren Klassenräumen, um bei Waffeln und heißem Tee das Gehörte zu verarbeiten. Organisiert und betreut wurde der abendliche Gruselspaß bereits im vierten Jahr in Folge von Kerstin Petsch, der Lesebeauftragten der Bertha-von-Suttner-Schule. Da sich derzeit alle Mädchen und Jungen des Jahrgangs Sechs in Vorbereitung auf den bundesweiten Vorlesewettbewerb sehr intensiv mit allerlei Gedrucktem auseinandersetzen, war das Schreiben, Lesen und besonders das Hören spannender Geschichten ein besonderer Anreiz, sich dem Medium Buch zu widmen, das es ja bekanntlich zunehmend schwerer hat, neben den bunt bewegten Computerbildern zu bestehen. Unterstützt wurde Frau Petsch von Schülerinnen und Schülern des zehnten Schuljahrs, die mit viel Theaterblut, passenden Requisiten und in phantasievoller Maskierung und Kostümierung mit sichtlichem Spaß am Kinder Erschrecken den Jüngeren einen schaurig-schönen Abend bereiteten. Und der Lesespaß ist natürlich noch nicht zu Ende: Am 22. November, dem Tag der offenen Tür der Bertha-von-Suttner-Schule, gibt es außer umfassenden Informationen über Angebote und Organisation von Nidderaus Gesamtschule auch jede Menge Unterhaltung, unter anderem auch ein Lesecafé mit den besten Geschichten von Kindern für Kinder, und zwar nicht nur zum Gruseln.

S. Falk, 11. November 2013
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