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Schade, dass bald Herbstferien sind

Neue Lernlandschaften für die Jüngsten der Suttner-Schule

Mit einer guten und einer schlechten Nachricht begrüßte Joachim Kenner, Leiter der Jahrgangsstufen fünf und sechs der Bertha-von-Suttner-Schule, 137 neue Fünftklässler an der Nidderauer Gesamtschule: Die Mädchen und Jungen starten ihre Schullaufbahn an der „Bertha“ in Klassenräumen, die nach neuesten pädagogischen Erkenntnissen gestaltet wurden und mit ihren frischen Farben und pfiffigen Ausstattungsdetails geeignet sind, auch den hartnäckigsten Schulmuffel gnädig zu stimmen: Whiteboards und Beamer sorgen für eine zeitgemäßes Unterrichtsklima ohne Kreidestaub, leichtfüßige Tische in Dreiecksform lassen sich zu immer neuen Lernlandschaften umformen, der Internetanschluss holt bei Bedarf die ganze Welt in den Klassenraum. Die schlechte Nachricht: Das lustvolle Lernen in der schönen Umgebung wird leider bereits in sechs Wochen jäh unterbrochen, weil dann die Herbstferien beginnen. Neue Räume und bald schon wieder Ferien – sollten bei einigen der Neuankömmlinge bis dahin noch Skepsis und Vorbehalte angesichts des Endes der behüteten Grundschulzeit überwogen haben, so waren sie nach diesen augenzwinkernd vorgebrachten Verheißungen zumindest für den Augenblick in den Hintergrund gerückt. Schulleiterin Manuela Brademann hatte bereits zuvor in ihrer Willkommensrede den Jüngsten der Bertha-Familie ans Herz gelegt, worauf es besonders ankommt im neuen Lebensabschnitt: „Werdet eine Klassengemeinschaft, geht respekt- und friedvoll miteinander um.“ Um diesem Auftrag, der von jedem einzelnen Verantwortung abverlangt, auch symbolisch Nachdruck zu verleihen, erhielt jedes Kind zur Erinnerung an diesen Tag eine frisch erblühte Sonnenblume mit der Bitte, sie pfleglich zu behandeln und ihre reifen Samen vielleicht später einmal im Schulgarten auszusäen. Überdies können die „Frischlinge“ von ihrer neuen Wirkungsstätte einiges erwarten: „Eine besondere Schule, die euch viele Möglichkeiten bietet und an der ihr euch ausprobieren könnt“, fasste die Schulleiterin zusammen, was sich die Nidderauer Integrierte Gesamtschule in den letzten Jahren erarbeitet hat: Kulturschule, Schule mit musikalischem Schwerpunkt, Umweltschule. Dass dabei das „Schwergewicht“ mit eindrucksvoller Außenwirkung nach wie vor bei der Bläserklasse liegt, zeigten Chor und Orchester des Jahrgangs Sechs, die in dem einen Jahr seit ihrer eigenen Einschulung so weitreichende musikalische Fortschritte gemacht haben, dass sie ihren neuen Mitschülern ein stimmungsvolles Rahmenprogramm liefern konnten. Die 137 Mädchen und Jungen des jüngsten Jahrgangs verteilen sich auf sechs neue Eingangsklassen mit vier unterschiedlichen Profilen. Die Gesamtschule, seit mehr als zehn Jahren bereits „Schule mit Schwerpunkt Musik“, darf sich seit einiger Zeit als eine von fünf hessischen Schulen mit dem Label „Kulturschule“ schmücken mit dem Anspruch, allen Schülern künstlerisch-ästhetische Zugangsweisen zu den Lerninhalten zu ermöglichen. Neben der  traditionellen Orchesterklasse konnten die Mädchen und Jungen zwischen den Schwerpunkten „Sprache und Theater“, „Kunst“ und „Naturwissenschaften“  wählen. Dass die Kinder in Zeiten des öffentlichen Spardiktats auf ihrem Weg in zunehmendem Maße auch auf materielle Unterstützung von außen angewiesen sind, darauf wies Georg Tolar, Vorsitzender des Fördervereins der Schule nachdrücklich hin und warb mit einem ebenso leidenschaftlichen wie launigen Plädoyer für eine Mitgliedschaft. Kleine und mitunter auch größere Anschaffungen, die das Budget der Schule sprengen, würden durch den Förderverein ermöglicht und erleichterten den Arbeitsalltag von Kindern und Lehrern. Die sechs Klassenlehrerinnen, die am Ende der Einschulungsfeier ihre Schäfchen in Empfang und zum ersten Beschnuppern mit in die Klassenräume nahmen, können in den ersten Wochen auf tatkräftige Hilfe aus dem eigenen Haus zählen: Bei dem schon bewährten Klassenpatenpatenprojekt begleiten eigens für diese Aufgabe ausgebildete Jugendliche des neunten Jahrgangs in den ersten Wochen des Schuljahres die jüngsten Mitschüler morgens von den Bushaltestellen und Bahnhöfen der umliegenden Orte bis zur Schule und mittags wieder zurück. Darüber hinaus unterstützen die Klassenpaten besonders während der ersten Tage und Wochen die Klassenlehrer des fünften Jahrgangs, indem sie den Neulingen bei der Orientierung helfen, die noch ungewohnten Abläufe erklären, als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und bei kleineren Konflikten schlichtend eingreifen.

Susanne Falk, im September 2014
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