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Von Kindern, die auszogen, das Gruseln zu lernen

Fünfte Grusel-Lese-Nacht der Bertha-von-Suttner-Schule

Wenn sich am frühen Februarabend dichte Nebelschwaden von der Nidder erheben und mit feuchten Fingern unheimliche Schatten in die matt beleuchteten Windecker Altstadtgässchen malen, dann ist die richtige Zeit gekommen für alle, die gute Geschichten mit Gruseleffekt mögen und sich am liebsten in Gemeinschaft fürchten. Da dies für einen Großteil der Zehn- bis Zwölfjährigen zutrifft, gab es zwei Abende lang für die Fünft- und Sechstklässler der Bertha-von-Suttner-Schule eine Vorlesetour mit Gruselgeschichten an ausgesuchten Orten, die das Gänsehautgefühl auf schrecklich-schöne Weise verstärkten: Ein Unterstand im Schulgarten, Aufbewahrungsort für Äxte, Sägen und Grabgabeln, der in völlige Dunkelheit getauchte Lesesaal der Stadtbibliothek, nur das Buch der Vorleserin von einem Lämpchen schwach erhellt, das modrige Sandsteingewölbe des Schlosskellers und der von einer Stall-Laterne beleuchtete Fachwerkinnenhof in der Altstadt. Gruppenweise erreichten die Mädchen und Jungen die verschiedenen Stationen der Rundtour, teilweise von den Eltern begleitet, die an dieser Art der schaurigen Unterhaltung mindestens genauso viel Freude hatten wie ihre Kinder, auch wenn diese zum Teil noch etwas verunsichert waren über den möglichen Wahrheitsgehalt von manchen der vorgetragenen Geschichten: Kinder, die auf rätselhafte Weise verschwinden, ein Monster, das von den frischen und blutigen Körperteilen harmloser Waldspaziergänger lebt, eine gestohlene Beinprothese aus Silber, die den verstorbenen Besitzer nicht zur Ruhe kommen lässt, und schließlich die bildhübsche, aber fiese Mörderpuppe Lucy, die eine ganze Familie auf bestialische Weise dahinmetzelt. Organisiert und betreut wurde der abendliche Gruselspaß nach der guten Resonanz in den vergangenen Jahren von Kerstin Petsch, der Lesebeauftragten der Bertha-von-Suttner-Schule, unterstützt von Schülerinnen des 9. Schuljahrs, die im Rahmen des Fachs „Darstellendes Spiel“ das effektvolle Vorlesen eingeübt hatten und sich mit sichtlichem Spaß und passend kostümiert auf das phantasievolle Spiel mit dem erfundenen Schrecken einließen. Die Grusel-Lese-Nacht, bereits seit fünf Jahren regelmäßig für die jüngeren Schülerinnen und Schüler durchgeführt, ist fester Bestandteil des Leseförderkonzepts der Bertha-von-Suttner-Schule und eingebettet in eine Unterrichtseinheit, in der sich die Mädchen und Jungen fernab von den vorgefertigten Bilderwelten der Computerspiele nicht nur schreibend und lesend eigene Phantasiewelten erobern und erschaffen, sondern sie durch das Vorlesen auch atmosphärisch erleben können.

S. Falk, 11. März 2015  
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