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Von Wortakrobaten und Sprachjongleuren

Dominique Macri beim ersten Poetry-Slam-Abend an der Bertha-von-Suttner-Schule

Beim Poetry-Slam, dem modernen Dichterwettstreit unserer Tage, gibt es nur wenige Regeln: Sprache pur ist gefragt, das heißt, die Texte, ob gereimt oder nicht, müssen selbst verfasst sein, Requisiten, Kostüme oder andere Hilfsmittel sind nicht erlaubt. Und für das Publikum, das gleichzeitig die Jury bildet, gibt es außer der Verpflichtung, angemessen Applaus zu spenden, nur ein Gebot: Respect to the poet. Die überwiegend junge Zuhörerschaft, die sich zum ersten Poetry-Slam-Abend in der Aula der Bertha-von-Suttner-Schule in Nidderau eingefunden hatte, wurde zu Beginn auf dieses Regelwerk eingeschworen von der Schauspielerin und Poetry-Slamerin Dominique Macri, die als frisch gebackene Schulpatin der „Bertha“ die Moderation der ersten Veranstaltung dieser Art an der Nidderauer Gesamtschule übernommen hatte. Macri, die im vergangenen Jahr die deutsche Poetry-Slam-Meisterschaft in Dresden gewann, hatte mit flotten, frechen, frischen Sprüchen in kürzester Zeit die Köpfe und Herzen der Zuhörer gewonnen,  dirigierte souverän die Applausdosierungen und motivierte die Slam-Novizen trotz deren Lampenfieber zu Höchstleistungen. Dreizehn Jugendliche hatten sich auf diesen Abend mit selbst verfassten Texten vorbereitet und präsentierten sie dem gleichermaßen kritischen wie wohlwollenden Publikum. Mal witzig, mal nachdenklich, aber durchweg ambitioniert und inhaltlich wie sprachlich von gleichermaßen hohem Niveau waren die kleinen Sprachkunstwerke der Jungpoeten, erzählten von Teenagernöten und -Sehnsüchten, vom Missbehagen an einer Welt, die alles und jeden kategorisiert, von Liebesleid und Gewalt und dem Traum von einer gerechten Zukunft. Nicht leicht für das Publikum, den oder die beste zu ermitteln, doch am Ende stand die Siegerin fest: Die von ihrem Erfolg völlig überraschte Neuntklässlerin Victoria Hahn bekam für ihren so tiefsinnig wie leichtfüßig formulierten Text über das sinnlose Streben nach Perfektion den per Applausbarometer ermittelten höchsten Zuspruch und gewann damit den Dichter-Wettstreit. Der Poetry-Abend, der im Rahmen des Kulturschulprogramms der Bertha-von-Suttner-Schule stattfand, wurde umrahmt von Beiträgen der Schulbands und einem musikalischen Glanzlicht, vorgetragen von Lisa Reinmüller als Gesangssolistin und begleitet von ihrem Partner Ryan Teruya am Cello. Federführend vorbereitet hatten diese Veranstaltung die Kunst- und Ethiklehrerin Andrea Sinn, gemeinsam mit ihrer Kollegin Lisa Reinmüller, die seit diesem Halbjahr das Nachmittagsangebot um eine Poetry-Slam-Workshop erweitern.

S. Falk, 10. Mai 2015
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