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Am besten gar nicht erst anfangen

Deutsche Herzstiftung klärt Suttner-Schüler über Folgen des Tabakkonsums auf

Der Anblick ist wahrlich zum Abgewöhnen: Neben das Foto der gesunden Lunge, deren rosig-frische Flügel sich um einen offensichtlich durchtrainierten straffen Herzmuskel schmiegen, projiziert der Beamer das Vergleichsbild des von Teerpartikeln zugerußten Atmungsorgans mit einem bemitleidenswert bleichen, ausgeleierten Herzen, dessen schlaffe Wände kaum in der Lage scheinen, die Pumpleistung für einen Spaziergang in etwas flotterer Gangart zu erbringen „So sieht eine Raucherlunge nach zehn bis fünfzehn Jahren Tabakkonsums aus“, informiert Jule Thomas, die im Rahmen der Aktion „Rauchzeichen“ der Deutschen Herzstiftung Schülerinnen und Schülern des 7. Jahrgangs der Bertha-von-Suttner-Schule die Folgen des Rauchens vor Augen führt. Auf Einladung von Stufenleiter Thomas kurz vermittelt sie eine Doppelstunde lang den Jugendlichen Wissenswertes zum Thema „Rauchen oder Gesundheit“ in sachlicher und verständlicher Form. Dabei setzt die Dozentin, trotz der eingangs beschriebenen Vorher-Nachher-Bilder, weniger auf Abschreckung als auf Information, geht man doch unter Fachleuten davon aus, dass das Gros der Siebtklässler noch keine Raucherkarriere begonnen hat und in diesem Alter für Aufklärung empfänglich ist. Die Siebtklässler im Chemieraum wissen auf Rückfrage der Dozentinnen durchaus gut Bescheid, haben von den verheerenden Wirkungen des Tabakrauchs auf Atemorgane und Blutgefäße schon im Biologieunterricht des 5. Schuljahres häufig gehört und können detailliert Auskunft geben, welche Auswirkungen das Rauchen auf die Lungenbläschen hat. Warum die meisten Menschen dies wissen und trotzdem so viele rauchen, fragt Frau Thomas die Jugendlichen. Auch hier kennen sich die Siebtklässler aus, wissen von Gruppendruck, Langeweile, dem Coolnessfaktor der Zigarette. Ein Schüler bezeichnet es als Dummheit, mit dem Rauchen anzufangen. Die Dozentin gibt ihm im Prinzip Recht, wirbt aber gleichzeitig für Verständnis vor allem für die Raucher der älteren Generation. Früher habe man schlichtweg nicht gewusst, welche gesundheitlichen Gefahren das Rauchen mit sich bringt und auch den Suchtfaktor des Nikotins verharmlost. Was der Rauch in der Lunge anrichtet, wird den Jugendlichen bei einem Experiment eindrücklich vor Augen geführt. Angewidert wenden sie sich ab, als ihnen Frau Thomas den gelblich verfärbten Wattebausch, durch den der Qualm nur einer einzigen Zigarette gezogen ist, vor die Nase hält. „Ist das eklig“, so der Kommentar einer Schülerin, nachdem sie die konzentrierte Nikotinladung geschnuppert hat. Wie sich Blutgefäße und Atemwege unter dem Einfluss von Tabakrauch verändern, zeigen Fotos, Röntgenbilder, Ultraschallfilme und Computeranimationen, dazu gibt es nüchternes Zahlenmaterial über den Anstieg der Neuerkrankungen und Sterbefälle, die auf das Rauchen zurückzuführen sind. Dass sich dabei die Raucher nicht nur selber schaden, sondern ihre ganze Umgebung zum Passivrauchen zwingen, wissen die Jugendlichen ziemlich genau. Wie viel schädlicher der nebenbei eingeatmete Qualm gegenüber dem direkt inhalierten aus dem glühenden Glimmstängel ist, erklärt die Ärztin auf einleuchtende Weise mit der niedrigeren Temperatur der vor sich hin schwelenden Zigarette, bei der die Schadstoffe nicht verbrennen und bis zu hundertmal mehr gasförmige Giftstoffe in der Umgebung verbreitet werden. Schließlich wird auch die in den letzten Jahren in Mode gekommene Wasserpfeife als vermeintlich gesündere Alternative entzaubert. Wegen der niedrigen Brenntemperatur ist die Giftstoffkonzentration beim Shisha-Rauchen ungleich höher, und weil man kräftig ziehen muss, gelangt der Rauch auch noch bis ins letzte Lungenbläschen. Was die Aufnahme von Gift in den Körper betrifft, so entspricht eine gemütliche Shisha-Runde zu viert für jeden einzelnen dem Konsum von rund 25 Zigaretten und führt damit auch ziemlich sicher in die schnelle Nikotinabhängigkeit. Bereits seit 2006  betreibt die Deutsche Herzstiftung die Aktion „Rauchzeichen“ als Präventionsprogramm an Schulen. Ins Leben gerufen wurde die Kampagne von Professor Martin Kaltenbach, dem Ehrenvorsitzenden der Deutschen Herzstiftung, der auch die Schirmherrschaft für die Zusammenarbeit mit den Schulen innehat. Ziel des Aufklärungsprojekts ist es, vom ärztlichen Standpunkt aus die Folgen des Rauchens für jeden einzelnen sowie den Umgang mit sich und der eigenen Gesundheit zu erörtern sowie das Selbstbewusstsein der Jugendlichen und ihre Verantwortung für das eigene Handeln zu entwickeln, damit sie sich gegen das Rauchen entscheiden können.

S. Falk, 5. Juli 2015 
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