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Braut mit 9, Mutter mit 13

Gemeinsame Aktion von Suttner-Schule und Stadt Nidderau gegen Zwangsverheiratung

Auch wenn die Zwangsverheiratung minderjähriger Mädchen vor allem in Ländern des Südens praktiziert wird, sind auch in Deutschland Mädchen und junge Frauen mit Migrationshintergrund von dieser Menschenrechtsverletzung betroffen. Die Studie „Zwangsverheiratung in Deutschland“ des Bundesfamilienministeriums aus dem Jahr 2011 belegt, dass allein im Jahr 2008 3.443 von Zwangsverheiratung bedrohte oder betroffene Personen in Beratungseinrichtungen Hilfe suchten. Der internationale Tag „NEIN zu Gewalt an Frauen“, der seit 1981 weltweit am 25. November begangen wird, ruft durch Aktionen, Veranstaltungen und Tagungen von Frauenprojekten und Initiativen, aber auch von staatlicher Seite zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Kinder auf. Mit einer gemeinsamen Aktion zeigten in Nidderau Schülerinnen und Schüler der Bertha-von-Suttner-Schule und Angehörige der Stadtverwaltung Flagge gegen Gewalt an Frauen. Das diesjährige Motto von Terre des Femmes zum internationalen Aktionstag „Mein Leben – meine Entscheidung“  bezieht sich  auf die weltweit in vielen Ländern noch immer praktizierte Zwangsverheiratung Minderjähriger. Nidderaus Stadträtin Monika Sperzel wies in ihrer Ansprache auf die verheerenden Folgen von Frühverheiratung und Mutterschaft für die jungen Frauen hin: Mädchen, die jünger als 15 Jahre sind, sterben fünf Mal häufiger bei der Geburt ihrer Kinder als Frauen in den Zwanzigern. Minderjährige Ehefrauen sind zudem häufiger von häuslicher Gewalt betroffen als Frauen, die nach ihrem 18. Geburtstag heiraten. Sie dürfen meist die Schule nicht mehr besuchen und haben so keine Chance auf einen Bildungsabschluss, der ihnen ökonomische Sicherheit garantieren könnte. Sie bleiben abhängig von ihrem Ehemann und „vererben“ so Armut und geringe Bildungsmöglichkeiten an ihre Kinder: Ein Teufelskreis, der nur schwer durchbrochen werden kann. Stellvertretend für die Schülerschaft der Bertha-von-Suttner-Schule, die sich als Schule gegen Rassismus und Schule mit Courage dazu verpflichtet hat, nicht wegzuschauen, bekräftigten Schülerinnen und Schüler aus dem Wahlpflichtkurs „Darstellendes Spiel“, unter der Leitung von Anne Schadt, pädagogische Koordinatorin der BvSS, mit selbst verfassten Textbeiträgen das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben. Anschließend hissten sie vor dem Nidderauer Rathaus gemeinsam mit Stadträtin Monika Sperzel das blaue Banner von Terre des Femmes als sichtbares Bekenntnis gegen jede Form von Unterdrückung und Gewalt.

S. Falk, Dezember 2015
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