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Kunst kennt keine Grenzen

Nidderauer Flüchtlingskinder zeigen eigene Kunstwerke im Maislabyrinth

Gelockte Hobelspäne kringeln sich auf und unter den Werkbänken, Bohrer, Beitel, Heißklebepistole und der Brennpeter sind im Dauereinsatz, der Geruch von Leim und Farbe zieht durch die Räume, es wird geschliffen, gehämmert, gehobelt und gemalt. Auf Hochtouren laufen derzeit die Vorbereitungen der Intensivklasse der Bertha-von-Suttner-Schule Nidderau, die sich komplett für den diesjährigen Nidderauer KunstMais auf Hof Buchwald angemeldet hat. Bis zur Vernissage im Maislabyrinth am 17. Juli bleiben den Kindern und Jugendlichen, die unter der Anleitung ihres Klassenlehrers Klaus Gerber-Martin und des Hanauer Bildhauers Thomas Ludz markante Profile in weiches Lindenholz schneiden und die entstehenden Gesichter kreativ und individuell ausgestalten, nur noch wenige Wochen. „GrenzenLos, woher kommst du – wohin gehst du?“, so lautet das diesjährige Motto der Ausstellung, die alle zwei Jahre vom Freundeskreis Hof Buchwald mit Unterstützung der Stadt Nidderau auf der Kulturhöhe stattfindet. Das eigens dafür angelegte Maislabyrinth stellt Kunstschaffenden und Kunstbesuchern einen wachsenden und sich wandelnden Ausstellungsort von besonderer Magie zur Verfügung. Für die 23 Kinder und Jugendlichen der Intensivklasse bedeutet die Teilnahme am Kunstprojekt aber viel mehr als nur die Gelegenheit, mit ihren Werken an die Öffentlichkeit zu treten. Wie Klassenlehrer Klaus Gerber-Martin erläutert, erfahren sie durch die handwerkliche und gestalterische Bildhauerarbeit zum einen ihr eigenes kreatives Potenzial, zusätzlich gibt ihnen das Projekt Gelegenheit, sich mit ihrer eigenen Situation aus distanzierter Perspektive auseinander zu setzen und sie nach außen mitzuteilen. In Folien geschweißte Texte mit Informationen zu ihrer Biographie einschließlich ihrer individuellen Fluchterlebnisse ergänzen die Installation. Aus acht verschiedenen Nationen kommen die Kinder und Jugendlichen, die derzeit in der Intensivklasse der Bertha-von-Suttner-Schule betreut werden und sich zuvörderst mit dem Lernen der schwierigen deutschen Sprache beschäftigen. Die jüngste Schülerin ist zehn, die älteste sechzehn Jahre alt. Zu den Unterschieden in Alter und Herkunft kommen unterschiedliche Lernerfahrungen und Lernvoraussetzungen: Für manche ist der Schulbesuch mit Lernen und Stillsitzen ein Novum, andere waren schon in ihrer Heimat erfolgreiche Schüler, machen schnelle Fortschritte und wollen baldmöglichst den Regelunterricht besuchen. Kein leichtes Arbeiten also für das Lehrkräfte-Team, das sich mit viel Engagement dem Unterrichten in der Intensivklasse widmet. Wenn es jedoch dienstags in die Werkstatt geht, sind alle mit Eifer dabei und die Sprachschwierigkeiten scheinen vergessen. Aufmerksam und wissbegierig lassen sich die Mädchen und Jungen vom Kunstpädagogen und Bildhauer Thomas Ludz, der ehrenamtlich sein Wissen und Können zur Verfügung stellt, in die Geheimnisse der Holzbearbeitung einweisen und Tipps zur Gestaltung ihrer Kunstwerke geben. Und in der konstruktiven Arbeitsatmosphäre, in der die Kinder mit Spaß und Arbeitseifer ihre Kunstwerke zur Vollendung bringen, lernt sich so manches schwere Wort von ganz allein. Die Ausstellung KunstMais auf Hof Buchwald findet vom 17. Juli bis zum 4. September statt. Neben dem Maislabyrinth gibt es eine Reihe von Veranstaltungen wie Feuertheater, Gottesdienste, Künstlerführungen und einen Archäologischen Markt.

Näheres unter www.kulturhoehe-nidderau.de.

Susanne Falk, 9. Juni 2016
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