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Der Hausmeister war der Mörder

Achte Grusel-Lese-Nacht der Bertha-von-Suttner-Schule

Im Schulgarten der Bertha-von-Suttner-Schule spukt es. Zwischen dornigen Brombeerranken und den welkenden Resten der Gemüsebeete wartet die seufzende Seele einer gemeuchelten Hausmeistergattin auf Erlösung. Vor vielen Jahren hat in einer nebligen Novembernacht ihr böser Ehemann sie auf heimtückische Weise ins Jenseits befördert und den Leichnam tief unter dem Kellerboden verscharrt. Als dann der baufällige Hausmeisterbungalow abgerissen wurde und das grüne Gras des Schulgartens das heimliche Grab überwucherte, erwachte der Geist der Getöteten. Im November, wenn sich der ungesühnte Mord aufs Neue jährt, verlässt die arme Seele ihre feuchte Ruhestätte und verlangt flehend nach Vergeltung. Mit dieser Schauergeschichte wurden die Mädchen und Jungen des Jahrgangs Sechs der Bertha-von-Suttner-Schule eingestimmt auf den alljährlich stattfinden Grusel-Lese-Spaziergang, der sie vom Schulgarten aus entlang der Nidder zu verschiedenen Plätzen in der Windecker Altstadt führte. Gruppenweise erreichten die Mädchen und Jungen die Stationen der Rundtour, teilweise von den Eltern begleitet, die an dieser Art der schaurigen Unterhaltung mindestens genauso viel Freude hatten wie ihre Kinder, auch wenn diese zum Teil noch etwas verunsichert waren über den möglichen Wahrheitsgehalt von manchen der vorgetragenen Geschichten. Im Carolus-Keller war es ein bösartiger Clown mit mörderischen Absichten, der die Zuhörer das Gruseln lehrte, in der Stadtbücherei entwichen Romanfiguren den Buchdeckeln und entwickelten ein gespenstisches Eigenleben. Höhepunkt des Rundgangs war der Schlosskeller, in dessen matt von Kerzenlicht erhelltem Sandsteingewölbe eine unheimliche und möglicherweise lebendige Puppe für Gänsehautfeeling bei den jugendlichen Gästen sorgte. Die Grusel-Lese-Nacht, bereits seit acht Jahren regelmäßig für die jüngeren Schülerinnen und Schüler durchgeführt, ist fester Bestandteil des Leseförderkonzepts der Bertha-von-Suttner-Schule und eingebettet in eine Unterrichtseinheit, in der sich die Mädchen und Jungen fernab von den vorgefertigten Bilderwelten der Computerspiele nicht nur schreibend und lesend eigene Phantasiewelten erobern und erschaffen, sondern sie durch das Vorlesen auch atmosphärisch erleben können. Da sich derzeit alle Mädchen und Jungen des Jahrgangs Sechs in Vorbereitung auf den bundesweiten Vorlesewettbewerb sehr intensiv mit allerlei Gedrucktem auseinandersetzen, war das Schreiben, Lesen und besonders das Hören spannender Geschichten ein besonderer Anreiz, sich dem Medium Buch zu widmen. Wie bereits in den vergangenen Jahren wurde der Gruselspaß organisiert von Carina Bauer, der Lesebeauftragten der Bertha-von-Suttner-Schule. Unterstützung bekam sie dabei  von Schülerinnen und Schülern des zehnten Schuljahrs, die in phantasievoller Kostümierung und mit sichtlichem Spaß am selbst geschaffenen Horror den jüngeren Mitschülern einen schaurig-schönen Abend bereiteten.

S. Falk, 13.  November 2018
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