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Von Rundflügen und Bio-Spargel

Suttner-Schule ehrte Sieger im Mathematik-Wettbewerb

Weil man nie genau weiß, in welche Lebenssituationen hessische Achtklässler geraten können, bereitet sie die Schule auf die unterschiedlichsten Anforderungen vor: Z. B., wie sich die Route eines Segelflugzeugs ändert, wenn der Pilot wegen einer Schlechtwetterfront nicht wie geplant von Wiesbaden über Kassel zurück zur Wasserkuppe fliegen kann, sondern einen Umweg über Limburg nehmen muss. Auch was eine Schiffsrundfahrt auf dem Main kosten darf, in welchem Maße sich die Ackerfläche für Bio-Spargel in Deutschland in den letzten Jahren vergrößert hat und wie viel Prozent vom ursprünglichen Preis man beim Kauf einer reduzierten Jacke spart, sollten Jugendliche des achten Jahrgangs ausrechnen können. Außer Formelsammlung und Geometriebesteck war jede Menge Grips gefragt, um solche und andere Aufgaben zu lösen, mit denen das Hessische Kultusministerium bereits zum 51. Mal alle rund siebzigtausend Mädchen und Jungen der achten Klassen der allgemein bildenden Schulen des Landes zum Leistungsvergleich in Form eines Wettbewerbs verpflichtet hatte. Die erste Runde fand als Klassen- bzw. Kursarbeit am 6. Dezember 2018 statt; insgesamt zehn je nach Leistungsstufe unterschiedlich knifflige Pflicht- und Wahlaufgaben waren innerhalb von neunzig Minuten zu lösen. Auch an der Bertha-von-Suttner-Schule zerbrachen sich die 140 Schülerinnen und Schüler des achten Jahrgangs die Köpfe über punkt- und spiegelsymmetrische Achsen, Rabattstaffeln beim Verkauf von Schulmaterial und die wahrscheinliche Trefferquote bei der Zufallsauswahl von Engel- oder Nikolauslebkuchen. Sie konstruierten Dreiecke und Parallelogramme und wiesen statistisch nach, dass die Mehrzahl der befragten Männer die Weihnachtsgeschenke erst in letzter Minute einkauft. Am besten von allen konnte das alles Michelle Ulrich aus dem A-Kurs, die mit 47 von 48 möglichen Punkten ein Traumergebnis erzielte und damit die Nidderauer Gesamtschule beim Kreisentscheid bei den Gymnasiasten vertreten wird. Zweiter im A-Kurs wurde Cassian Nielebock mit 45 Punkten, in den B-Kurse siegten Johan Doan (46 Punkte), Melina Zürrer (38 Punkte) sowie Julius Brörmann und Finn Henkel mit je 35,5 Punkten. Bester im  C-Kurs wurde Nico Wierzimok mit einem hervorragenden Ergebnis von 42 Punkten. Für ihre Leistung gab es Urkunden, Buchgutscheine und Schokolade aus den Händen von Fachbereichsleiterin Sabrina Schönborn-Koch und Stufenleiter Thomas Kurz und natürlich alle guten Wünsche für die nächste Runde des Wettbewerbs, bei dem die Schulsiegerinnen und –Sieger  gegen die Mathe-Asse der anderen Schulen des Kreises antreten werden. Und wer jetzt Lust bekommen hat, seine eigenen Kenntnisse von Dreisatz und Dreieckskonstruktionen zu überprüfen oder die wegen der Schlechtwetterfront notwendige Verlängerung der Flugroute zur Wasserkuppe auszurechnen, findet unter https://mathematik-wettbewerb.bildung.hessen.de/pages/aufgloes/mw1819_1r.pdf diese und alle anderen Aufgaben aus der 1. Runde des aktuellen Mathewettbewerbs.

S. Falk, 3. Februar 2019
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