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Wer will was werden?

Berufsmesse der Bertha-von-Suttner-Schule mit großem Informationsangebot 

Beim Dachdecker ist echte Feinarbeit gefragt. Nur mit den richtig platzierten und dosierten Hammerschlägen gelingt es, aus der spröden Schieferplatte ein steinernes Herz zu gestalten. Mitgebracht wurde die gleichermaßen reizvolle wie anforderungsreiche Handwerksaufgabe vom Nidderauer Dachdeckerbetrieb Göhler, einem von rund zwanzig Arbeitgebern, die sich bei der Berufsmesse in der Bertha-von-Suttner-Schule vorstellten. Sowohl wohnortnahe als auch überregionale Betriebe aus Handwerk und Einzelhandel, verschiedenen Dienstleistungssektoren und Bereichen der Verwaltung sowie Vertreter weiterführender Schulen waren zwei Tage lang mit viel Informationsmaterial in der Schule präsent, um mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und ihnen ihre Ausbildungs- und Karrierechancen aufzuzeigen. Schulleiter Harald Klose begrüßte zum Auftakt der Veranstaltung die Gäste aus der Berufs- und Arbeitswelt und ermunterte die Jugendlichen, das Angebot zu nutzen und sich in möglichst viele Richtungen zu informieren. Neben Gesprächsangeboten gab es für die Schülerinnen und Schüler an einigen der Infostände Gelegenheit, unter Einhaltung der gebotenen Hygienemaßnahmen selbst Hand anzulegen, um typische Berufsmerkmale zu begreifen und die speziellen Anforderungen nachzuvollziehen. Bereits seit dem Jahr 2005 existiert in Hessen diese Form der Kontaktvermittlung zwischen Arbeitgebern und Jugendlichen als sogenanntes OloV-Projekt im Rahmen des Hessischen Paktes für Ausbildung. Das Kürzel steht für "Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit im Übergang Schule – Beruf" und soll Jugendliche bei der Entscheidungsfindung in diesem wichtigen Lebensabschnitt unterstützen. Gesteuert wird die OloV-Strategie vom Hessischen Landesausschuss für Berufsbildung, zusammengesetzt aus einer gleichen Anzahl von Beauftragten der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und des Hessischen Wirtschaftsministeriums. Schon seit einigen Jahren bietet die Bertha-von-Suttner-Schule diese niedrigschwellige und aufwendig organisierte Informations- und Kontaktbörse, in der sich Abschlussklassen und ausbildungswillige Betriebe beschnuppern und die Jugendlichen Antworten auf ihre drängendsten Fragen hinsichtlich der in wenigen Monaten anstehenden Entscheidungen erhalten können. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Lehrkräften Stefanie Schneider-Berthold, Patrick Looß, Matthias Stein, Erik Diehl und Andreas Dotzauer gemeinsam mit Astrid Hess-Reichert und Dirk Friebe von der Schulsozialarbeit. Für den reibungslosen Ablauf sorgten zusätzlich die Schülerlotsen aus der Klasse 10A1 und 10A2, die mit Hilfe eines ausgeklügelten Wegesystems, festen Gruppenzusammensetzungen und einer strikten Zeiteinteilung die für eine solche Veranstaltung notwendigen Hygienevorgaben überwachten. Für die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 9 war es ein spannender Tag, der bei vielen von ihnen das noch diffuse Bild von der eigenen beruflichen Zukunft zu klären half und im Idealfall auch ganz neue Möglichkeiten aufzeigte.

S. Falk, 07.11.2021
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