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Starke Kinder, starke Zukunft
Anti-Mobbing-Projekt an der Bertha-von-Suttner-Schule

Die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen hat besonders in der Psyche von Kindern und Jugendlichen ihre Schleifspuren hinterlassen. Distanzunterricht, eingeschränkte Freizeit- und Kontaktmöglichkeiten und fehlende Sportangebote haben das soziale Lernen in einer wichtigen Entwicklungsphase ausgebremst. Weil Gruppenstrukturen nicht gedeihen konnten, mangelt es vielen Kindern an Regelbewusstsein, gegenseitigem Respekt, gewaltfreien Konfliktstrategien und empathischem Verhalten. Dieses Phänomen hat spürbare Folgen: Laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung fürchtet sich mittlerweile jedes dritte Kind davor, ausgegrenzt, gemobbt oder geschlagen zu werden. An der Bertha-von-Suttner-Schule ist es besonders der jetzige Jahrgang 6, der vor bald zwei Jahren keinen guten Start auf die weiterführende Schule erwischt hat. Einschulungsfeier mit Maske und Abstand, die neuen Klassenkameraden auf dem Bildschirm, Aufgaben aus dem Internet – die Klassenfindung in Zeiten des Lockdowns ist kein Kinderspiel! Um diese Defizite aufzuholen und mit den Mädchen und Jungen die für eine erfolgreiche Schulzeit notwendigen sozialen Interaktionen zu trainieren, hat Simone Studebaker, pädagogische Leiterin der Bertha-von-Suttner-Schule, das Projekt „Stark ohne Muckis“ für den Jahrgang 6 an die Schule geholt. Ziel des Kurses ist es, die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und sie in ein gutes selbstwirksames Lebensgefühl zu begleiten, so dass sie eigenverantwortlich und widerstandsfähig mit Herausforderungen umzugehen lernen und weniger Streit, belastende Konflikte und schlechte Gefühle haben. Jede Klasse übt im Verlauf von drei Doppelstunden mit viel Spaß und Humor Strategien und Techniken ein, wie man gewaltfrei und lösungsorientiert Beleidigungen, Provokationen und Ausgrenzung begegnen kann. Geleitet werden die Kurse von Annika Schmidt, ausgebildete Trainerin für Selbstbehauptung und Resilienz für Kinder und Jugendliche. Die Hilflosigkeit, wenn das eigene Kind gemobbt wird, ist auch bei den Eltern spürbar und zeigt umso mehr die Notwendigkeit dieser sozialen Qualifizierungsmaßnahme. In Zusammenarbeit mit den Schulsozialarbeitern, den Sozialarbeitern der Stadt Nidderau und begleitet von den jeweiligen Klassenlehrkräften vermittelt Annika Schmidt in den verschiedenen Kurseinheiten, dass die Kids die Superstars und Idole von morgen sind und dass sie mit gutem Beispiel vorangehen müssen. Das Projekt findet während der Unterrichtszeit im Jugendzentrum „Blauhaus“ statt, damit es den Kindern leichter fällt, sich fernab vom schulischen Umfeld auf das schwierige Lernthema einzulassen. Zur Durchführung der Klassenseminare trägt der Förderverein der Schule dank großzügiger Unterstützung der Nidderauer Bürgerstiftung einen beachtlichen Teil bei. Die hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bereiche der Jugendförderung, Erziehung und Bildung aktiv zu unterstützen. Horst Körzinger und Gerhard Meese vom Vorstand der Bürgerstiftung überzeugten sich bei einem Besuch im Blauhaus, dass die Kinder ihre Nöte und Bedürfnisse formulieren können und auch gehört werden möchten. Der große Wunsch von Simone Studebaker ist es, derartige Projekte fest im Unterrichtsplan der fünften und sechsten Klassen zu integrieren und sie bei Bedarf auch in höheren Jahrgangstufen durchzuführen – wenn die Finanzmittel es zulassen. Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen, dies das einhellige Resümee der Vertreter der Bürgerstiftung nach ihrer Stippvisite im Blauhaus, ist unumstritten – auch ohne Corona.

S. Falk, 30. Mai 2022