Wegen der anhaltenden Trockenheit fiel die Apfelernte an der Bertha-von-Suttner-Schule in diesem Jahr deutlich kleiner aus als gewohnt. Die Bäume trugen nur wenige Früchte, sodass lediglich zwei fünfte Klassen aktiv bei der Ernte mitwirken konnten. Sie unterstützten damit die WP-Kurse der Jahrgänge acht bis zehn unter der Leitung der Lehrkräfte Karin Braun, Carina Bauer und Erik Diehl. Die Schülerinnen und Schüler der WP-Kurse wuschen die geernteten Äpfel und sorgten für das Zerkleinern und Pressen. Auch der Ausschank und das anschließende Aufräumen fiel in ihren Aufgabenbereich.
So konnte trotz der geringen Erntemenge die bewährte Schultradition fortgesetzt werden: In der großen Pause erhielten alle Schülerinnen und Schüler kostenlos frisch gekelterten Apfelsaft. Die Schülerinnen und Schüler waren dabei selbst in der Rolle der Produzenten: Sie ließen ein regionales Produkt entstehen und erlebten im Prozess, wie aus den geernteten Äpfeln süßer, naturtrüber Apfelsaft ohne Zusätze entsteht. So verbanden sie praktisches Lernen, Nachhaltigkeit und Genuss. Das gemeinsame Erlebnis blieb erhalten und zeigte einmal mehr, wie wichtig solche kleinen Rituale für das Schulleben sind. Zugleich bot die diesjährige Situation einen guten Anlass, das Thema im Unterricht aufzugreifen – etwa im Zusammenhang mit Klimawandel, Wetterextremen und deren Einfluss auf die Natur.
- Julia Hiekel
